„rüde“

So nannte mich letztens ein Verlagsvertreter. Und es wurmte mich eine lange, lange Zeit. Was war passiert? Ich war gegen Flash, weil ich auf iPads stehe. (Zur Erklärung: iPads mögen kein Flash wegen Steve Jobs. Verlage mögen kein PDF wegen Pirate Bay.)

Will ich rüde sein? Was ist überhaupt „rüde“? Fragen wir mal den Vater aller Synonymverzeichnisse, A.M.Textor: „Sag es treffender“:

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Hmmm, „bäuerlich“ ist nicht so mein Ding, auch nicht „rücksichtslos“. Aber ich habe doch nur meine Meinung gesagt, war ich wirklich so rücksichtslos? Vielleicht ohne Rücksicht auf die Interessen des Verlags. „Grobianisch“? Tool, was es alles für Vokabeln gibt! Aber als Beschreibung für mich? „Kernig, deftig, drastisch“ – ja, so komme ich bestimmt ab und an bei Anbietern rüber. Wenn mir etwas nicht gefällt und ich es in medinfo hinausposaune, kommt manchmal mein Ärger hoch, auch wenn ich den Rat von Jenny Levine (oder war es Krafty?) befolge, es erst am nächsten Tag zu veröffentlichen. Im großen und ganzen – denke ich -, bin ich bei den Anbietern aber als „rauh aber herzlich“ bekannt und so mag ich es auch. Die rauhen Kanten sollen ja bei zunehmendem Alter immer runder werden, habe ich mir sagen lassen – und dann heißt es bald nur noch über mich: „direkt und herzlich“ …

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