Gehirn schlägt Google

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Sage und schreibe eine Stunde schlage ich mich jetzt schon mit diesem verrückten Detektiv herum, den ich in meiner Kindheit so gerne gelesen habe. Es ist ein schwedischer Detektiv und ich bin gerade in Stockholm, also muß ich jetzt sofort, stantepede herausfinden, wie mein Kinderheld heißt – kruxifixtürken! Sollte doch ein Leichtes sein mit Google. Aber nichts da. Keine noch so geniale Kombination von Suchbegriffen bringt mich weiter. Nicht „Schweden Krimiautoren“ noch „Nyköping Krimi 70er“, auch nicht auf der fünften Googleseite, die ich sonst gar nicht beachte. Verdörrienochmal! Ich krame aus meinem Gedächtnis noch heraus, dass es sich um den Reporter einer Zeitung handelte mit Schnurrbart, aber weder Google noch die nette Rezeptionistin kann damit etwas anfangen. Überhaupt scheint beider Gedächtnis nur wenige Jahre zurückzureichen – das reicht nicht, denn nachweislich habe ich diese Romane als cira 10/11-Jähriger verschlungen, d.h. Ende der 60er.

Hmmmm. Ich zermartere mein Hirn. Da muss doch noch ein Informatiönchen herauszuholen sein, nur ein zusätzlicher Suchgriff. Anaton, Aganon, Agaton! Ha!! So hieß der Detektiv! 45 Jahre lag der Name irgendwo in einer grauen Zelle versteckt, nie wieder dran gedacht, und nun spuckt ihn das Gehirn brav (und quasi sofort) aus. Ok, ich musste schon ein bisschen verzweifelt sein, bevor es sich überzeugen ließ…

Und „Agaton“ sagt dann auch Google etwas (und nachher auch Amazon, wo ich wenige Minuten später ein paar vergilbte Kinderzimmermemorabilia erstehe): Agaton Sax, der Meisterdetektiv! Agaton Sax und die Liga für Lautlosen Sprengstoff! Hurra, Agaton, auf ewig bin ich dein!!

Foto (c): Oliver Obst

2 Gedanken zu „Gehirn schlägt Google

  1. Die stories waren so cool, schräg, witzig, originell..ich hatte in den 70ern die Taschenbücher aus dem arena Verlag geschenkt bekommen.

    1. Yep! Das hat mich auch fasziniert, neben dem familiären Setting in Schweden. Schön, dass es da noch Agaton-Sax-Gesinnungsgenossen gibt!

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