Bergeron, Bryan: The costs of being first. Can you afford to be a technology pioneer? In: Postgraduate Medicine 105 (1999), Nr. 3, S. 23-24
Bieselin, Tanja-Barbara: Im Kampf gegen Etat-Kürzungen, Schließungen und morsches Image. Guerilla-Marketing für Bibliotheken. In: Bibliothek in Forschung und Praxis 29 (2005), Nr. 3, S. 361-375 http://www.bibliothek-saur.de/2005_3/361-375.pdf (Abrufdatum 5.9.2011)
Wer sich vom stundenlangen Shopping erholen möchte, geht ins nächste Cafe und bestellt sich ein Heißgetränk. Nicht etwa, weil er akut Durst hätte, sondern weil er in angenehmer Atmosphäre ausruhen möchte oder weil der Kaffee zum Shopping eben dazu gehört. Es besteht kein direktes Bedürfnis nach dem Produkt, sondern nach der Atmosphäre bzw. den Gefühlen, die mit dem Konsum des Produktes verbunden sind. Jeder kennt das. Der überdrehte Werbefuzzie Nat Kaplan brachte es in der Marty Feldman-Komödie Haferbrei macht sexy auf den Punkt: “Wir verkaufen nicht den Sekt, sondern das Zischen!”
Cleveres Marketing appelliert direkt an diese Gefühle, die mit dem Konsum (bzw mit früheren Konsumerlebnissen) verbunden sind. In der Branche ist dies als Neuro- oder Gefühls-Marketing bekannt. Es wird gezielt versucht, die Trampelpfade im Gehirn zu finden und zu bedienen, die den Kunden zum Kauf bewegen.
Selbst in den stark content-lastigen Bibliotheken wird das Umfeld wird immer wichtiger, wie eine kürzliche Umfrage in Münster zeigt. Neben dem richtigen “Bücherumfeld” (64%) waren auch Wohlfühlfaktoren stark repräsentiert wie “in der Bib kann ich am besten lernen” (56%), “hier lernen auch andere, das motiviert” (47%) und “hier sind die Leute, die ich kenne” (24%).
Emotionales Marketing für Bibliotheken heißt, ein stimmiges Umfeld zu schaffen, in dem sich die Studierenden wohl fühlen. Über den Content will ich hier nicht sprechen, der ist selbstverständlich. Zu dem “richtigen” Umfeld gehören nette, respektvolle und nicht pushige Mitarbeiter (kompetent natürlich auch). Dazu gehört ein angenehmes und ergonomisches Mobiliar. Eine stimulierende Architektur. Zahlreiche und saubere Toiletten (keine Selbstverständlichkeit). Essen und Trinken: Nicht nur ein Automat irgendwo in der Lobby, sondern ein Ort, wo in angenehmer Atmosphäre konsumiert werden kann. Und schlußendlich: Dazu gehört die Vernetzung in den Sozialen Communities der Studierenden.
Nachtrag: Ich wurde von meinen Mitarbeitern gefragt, was denn “pushig” wäre. Als pushy werden im anglo-amerikanischen Bereich Bibliothekare bezeichnet, die Nutzer nerven (im negativen Sinn). Z.B. “People don’t want pushy librarians in their face all the time trying to “sell” them stuff.” [Annoyed Librarian]
Wissenschaft.de titelte heute: Musikhören während der Arbeit verschlechtert die Leistung, aber getestet haben sie es nur mit Auswendiglernen!! Arbeit = Auswendiglernen!! hahaha… so arbeitet heute die Wissenschaft, bzw. die Presseabteilungen.
Wie ist es mit Kreativität? Ist wohl (in Wales) nicht Teil des Arbeitsprozeß. Wenn ich mal so richtig kreativ sein will, auf einem geistigen Höhenflug bin und den befeuern möchte, dann hilft doch nichts besser als Musik, oder noch besser: Manifesto 2.0 / Johannessen. Jawohl!
It’s a special moment – when long intended and long planned things are going to happen. Was the same with the House Calls, which I’ve tried to set up almost since last century and today with our smartphone website. The very instant the zbmed mobil icon popped up on my iPhone I know I’ve succedded. It’s a special moment – and it’s precious.
BTW: Maybe not by chance moment and momentum are so similiar. You need the second to achieve the first…
Ich muß vorwegschicken, dass ich nicht an Horoskope glaube. Prinzipiell. Zumindest nicht an diejenigen im Prisma. Die sind so einfallslos, die lese ich sowieso nie. Doch letztens dachte ich, mich trifft der Schlag! Liefert doch das aktuelle Horoskop eine exakte Beschreibung meiner Persönlichkeit – und dies vollkommen objektiv und wertfrei. Der Beste – Eingebungen – freien Lauf – keine Diskussionen: Das konnte nur auf mich ganz persönlich gemünzt sein.
Je länger ich das aber lese, desto mehr beschleicht mich der dumme Verdacht, dass sich da jemand auf meine Kosten einen Heidenspaß erlaubt hat. Man sollte wohl doch die Horoskope der Karnevalswoche mit Vorsicht geniessen …
Da kann man im hintersten Österreich als Bauer sein Leben fristen und doch erreicht einen seine Berufung unerbittlich: Schaut man eines Tages in die Zeitung und sieht einen Auslöser, wie das Atomium z.B.: Bauer Gsellmann baut die Weltmaschine.
Seit einiger Zeit experimentiere ich mit Social Networking Tools. Zur Zeit ist Nature Network dran, wo ich ein ausgefeiltes Profil erstellt und auch schon einige Kontakte habe. Ausgelöst wurde dieses Engagement durch die Einladung von Martin Fenner, an seinem Panel bei der Science Blogging Conference 2008 teilzunehmen. Bin schon megagespannt, wie das wird! Das Programm sieht gut aus. Ein paar Fragen habe ich schon an die Konferenz:
Liegt hier (im wiss. Bloggen/Networking) die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens – weiß nicht
Liegt hier die Zukunft des wissenschaftlichen Kommunizierens – unter anderem
Liegt hier die Zukunft der wissenschaftlichen Bibliotheken – denke schon
Liegt hier die Zukunft der wissenschaftlichen Bibliothekare – sicher
Detaillierte Berichte folgen – wie ihr wißt, kann ich ja nichts für mich behalten.